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STEISSBEINSCHMERZEN
chronische Steißbeinschmerzen, Steißbeinneuralgie

Zunächst eine gute Nachricht für alle Schmerzpatienten
Das Bundesministerium für Gesundheit teilt auf seiner
Web-Seite mit, dass alle gesetzlich Krankenversicherte mittlerweile einen Rechtsanspruch auf eine Rehabilitation haben und sich ihre REHA-Klink sogar selbst aussuchen dürfen.

Manche Autoren bezeichnen Steißbeinschmerzen auch als Steißbeinneuralgie, was aber nicht ganz korrekt ist, denn unter einer Neuralgie versteht man anfallsartig auftretende Schmerzen.

Das Ste ißbein bildet das untere Ende der Wirbelsäule. Es besteht aus aus einer Synostose (= knöcherne Verschmelzung) von drei bis fünf verkümmerten Wirbeln.
Entwicklungsgeschichtlich handelt es sich beim Ste ißbein um den rückgebildeten körpernahen Teil des Schwanzskeletts.

Eine Erkrankung des Stei ßbeins kommt häufiger bei Frauen als bei Männern vor. Häufig bestehen Steißbeinschmerzen über Jahre hinweg und werden leicht chronisch.

Die rektale (= durch den Endarm durchgeführte) Untersuchung zeigt am Stei ß eine örtliche Schmerzempfindlichkeit, selten eine deutliche Hypermobilität (= gesteigerte Beweglichkeit).
Eine operative Entfernung des
Ste beins wird zwar häufiger empfohlen, ist aber nur in seltensten Fällen notwendig.

Steißbeinschmerzen treten vor allem beim Sitzen auf und können verschiedene Ursachen haben:

Die genannten Ursachen führen i.d.R. zu einer unspezifischen Knochenhautentzündung (Periostitis) des Steißbeins, nicht selten auch in Kombination mit dem Knochengewebe (Ostitis bzw. Osteitis).

Nicht sel ten verbleiben t rotz einer kausalen (= auf die Ursache gerichteten) fachärzt lichen Behandlung weiterhin Steißbeinschmerzen, so daß dan n sch merz therapeutische Behandlungs methoden gefragt sind. Oft sind d iese bei verschiedenen Grund krankheiten bzw. Schmerzkrankheiten die g leichen, da sie sich nach den Schmerzen und d eren Ausdehnung und nich t mehr vorrangig nach der Ursache rich ten. Länger bestehende Steißbeinschmerzen er fordern praktisch immer eine Kom bination von verschiedenen Therapie verfahren, die i.d.R. nur in spezialisierte Zen tren (Schmerzklinik) angeboten werden kön nen. Auch bei Steißbeinschmerzen sind dies:

  1. In formation über die Erkrankung
  2. Medikamen töse Behandlung (u.a. Analgetika (= Schmerzmittel), sch merzlindernde Psychopharmaka, auch als In fusionen, individuell aus getestet)
  3. Therapeu tische Lokalanästhesie (= Behand lung mit einem örtlichen Betäubungsmittel) in For m von Infiltrationen und Nervenblockade n
  4. Physiotherapie (Kran kengymnastik und andere An wendungen) bei Funktionseinbußen
  5. Akupunktur
  6. TENS-Therapie (sch merzlindernde elektrische Strö me, die von einem kleinen trag baren Gerät abgegeben we rden), Hochtontherapie
  7. Psychologische Therapieverfahren (bes. En tspannungsverfahren un d Schmerzbewältigungstraining)
  8. Evtl. auch Ch irotherapie
  9. Magnetfeldtherapie (pu lsierende Signal therapie)

Ad 2: Sollten Steißbe inschmerzen anfallsartig auftreten, also im Sinne einer echten Neuralgie (was aber sehr selten ist) so sind Mittel der 1. Wahl Gabapentin oder Pregabalin. 2.Wahl: Carbamazepin

Ad 3: Zur Behandlung von Steißbeinschmerzen hat sich die therapeutische Lokalanästhesie mit einem lang wirkenden örtlichen Betäubungsmittel sehr bewährt.
Die unteren sakralen
(= dem Kreuzbein entstammenden) Nervenwurzeln ((4)+5) bilden zusammen mit den ebenfalls paarigen Nervenwurzeln (1-3) des
Ste beins den sog. Plexus coccygeus (= Nervengeflecht des Steißbeins). Zur Therapie werden deshalb dicht neben dem unteren Kreuz - und Ste bein engmaschig wiederholte großzügige Infiltrationen mit dem örtlichen Betäubungsmittel durchgeführt. Ein Kontakt der Kanülenspitze mit den Knochen ist dabei zu vermeiden, weil dies sehr schmerzhaft sein kann.

Falls diese Maßnahme nicht ausreicht bieten sich zur Behandlung von Steißbeinschmerzen engmaschig wiederholte Sakra lblockaden (Kaudal-B lockaden) an. Dabei handelt es sich um eine sog. rückenmarknahe Betäubung, die über einen kleinen Spalt im Kreuzbein (Sakralkanal) durchgeführt wird. I n hartnäckigen Fäl len kann diese Betäu bung auch kontinuierlich m it einem eingepflanz ten Kunststoffschlauch (Katheter *) er folgen, sofe rn dieser wegen de r der Gefahr einer In fektion (= Eindringen von Mikro organismen wie z.B. Bakterien) (Nähe zum En ddarm!) seitlich unter der Hau t mittels einer Un tertu nnelung weggeführ t wird. Statt mit einem örtl ichen Betäubungsmittel kan n die rückenmark nahe Blockade / Betäubung auch mit einer verdünn ten Morph in-Lösung durchgeführt werden, al lerdings ist dabei die of t zu beobachtende, über die Behand lungszeit hinaus anhaltende Wirkung deu tlich weniger ausgepräg t.
Schließlich, in ganz har
tnäckigen und sehr schmerzhaften Fäl len, wird man sich zu einer kon tinuierlichen, l umbalen (= den Lendenbereich betreffenden) epiduralen (= rückenmarknahen) Blockade mit Katheter entschl ießen. Diese Methode hat gegenüber der oben beschriebenen, kon tinuierlichen kaudalen Blockade den Vorteil, daß der eingepf lanzte Katheter länger im Körper bel assen werden kann, da das Risiko einer Infek tion (= Eindringen von Mikro organismen wie z.B. Bakterien) hier geringer ist.

Dass die schmerzl indernde Wirkung i.d.R. über die eigentliche Behand lungszeit hinaus anhält, ist u.a. darauf zurückzuführen, daß bei dieser Blockadebehand lung auch die sog. vegetativen Nerven betroffen sind (Sympathikolyse), woraus im behandel ten Körperbereich eine sehr deutliche Durch blutungssteigerung resultiert. Dies ist der Grun d, warum diese Behand lungsmethode besonders bei Sch  merzen, die durch entzündl iche oder auch degene rative (= abnutzungsbedingte) Prozesse en tstanden sind, hilfreich ist. G leiches gilt für auch Sch  merzen im Rahmen einer Nerven erkrankung, da eine verbesserte Durch blutung auch den Nervenzell stoffwechsel optimier t. Nach neueren Erkenntn issen vermag eine solche intensive Blockade behandlung auch das sog. Sch merzgedächtnis zu löschen.

Wie oben schon ausgeführt liegt Steißbeinschmerzen meist eine en tzündliche Reaktion der Knochenhaut zugrunde. Unter optimalen Durchblutungs bedingungen heilt diese sicher aus. Daß Lokalanästhetika (örtl iche Betäubungsmittel) auch en tzündungshemmend wirken, is t zwischenzeitlich wissenschaftl ich erwiesen. Wenn Sie meh r darüber erfahren wollen, so klic ken Sie hier.

* Bei der sog. kontinuierl ichen Blockade mit Kathete r wird ein dünner Kun ststoffschlauch vorü bergehend (z.B. eine Woche lang) dich t an Nervengeflechte bzw. den be troffenen Nerven eingepflanz t. Die Einpflanzung erfolg t durch eine handelsübl iche Kanüle hindurch, es m uß also nich t „aufgeschnitten“ werden. I n der Folge w ird über diesen Katheter mehr mals täglich, j eweils nach Abk lingen der vorangegangenen Dosis, das ört liche Betäubungsmittel völ lig schmerzlos nachgespritz t. In best immten Fällen kan n zur Verabreichung des ört lichen Betäubungsmittel d urch den Katheter hin durch auch eine k leine Pumpe angesch lossen werden.

Bei län ger bestehenden Steißbeinschmerzen sin d hypnoide (= bewußtseins verändernde) Verfahren wie au togenes Training oder prog ressive Relaxation nach Jakobson eine sin nvolle Ergänzung der Gesam tstrategie. Bestehen die Steißbeinschmerzen l ängerfristig, ist im Rah men einer psychologischen Begleitbehand lung auch ein Schmerzbewältigungstraining sinn voll.

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Aktualisiert:>22.09.2009</> a&bl90-
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